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Oberarmstumpf, Stumpfkappenplastik

Definition

Verbreiterung des knöchernen Stumpfendes an einem distal angespitzten humeralen Stumpfende mit Gefahr der Hautperforation durch Implantation von freien Knochentransplantaten, Kunststoffmetallplatten etc. an die knöcherne Stumpfspitze.

Indikation

Kindliche Oberarmamputationen während des Wachstumsalters mit Anspitzung der knöchernen Stumpfspitze und Gefahr der Perforation durch die Haut.

Durchführung

Operativ zunächst sparsame Resektion der Humerusspitze, anschließend je nach Planung Durchführung der Stumpfkappenplastik, hauptsächlich heute in zwei Varianten. In Variante 1 wird das knöcherne Stumpfende mit einem freien Knochentransplantat verbunden, das mit einer Zugschraube an den Knochen gepresst wird. In der Variante 2 nach Marquardt wird eine Kappe aus Kunststoff und Metall implantiert (Fa. Arthos, Berlin), die über das knöcherne Stumpfende gestülpt und mit zwei oder drei Schrauben in schräger Richtung im Knochen verankert wird. Zielsetzung aller Verfahren ist eine Abdeckelung des knöchernen Stumpfendes, eine Verbreiterung der Belastungsfläche und ein Schutz der Weichteile vor Perforation.

Autor

Bernhard Greitemann

FA Orthopädie, Physikalische und rehabilitative Medizin, Chefarzt und Ärztlicher Direktor Klinik Münsterland am Reha-Klinkum Bad Rothenfelde der DRV
Vorsitzender Vereinigung Techn. Orthopädie der DGOU und DGOOC
Vorsitzender Beratungsausschuss der DGOOC für das Orthopädieschuhtechnikhandwerk

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