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Abduktionskeil

Englischer Begriff

Abduction wedge

Definition

Ein Keil, der das Hüftgelenk in Abduktion fixiert.

Beschreibung

Die Nutzung eines Abduktionskeils bietet sich nach Hüftprothesenversorgung bei anterolateralem Zugang nach Watson-Jones an, um das Bein in Abduktion zu halten und damit die Wahrscheinlichkeit einer Luxation zu minimieren. Die Dauer der Keilnutzung beträgt in der Regel zwei Wochen. Auch nach einer Hüftluxation nach Endoprothesenversorgung kann, sofern eine operative Revision nicht sofort zwingend erforderlich ist und weitere Luxationen nicht auftreten, eine vorübergehende Ruhigstellung im Bett mit einem Abduktionskeil erfolgen, bis eine Abduktionsinnenrotationsorthese verfübar ist, da diese eine meist bessere Sicherung der Hüfte in Innenrotationsabduktionsstellung ermöglicht. Voraussetzung ist dafür, dass die Luxation nicht rotationsbedingt (Antetorsionswinkel der Pfanne), sondern nur höhergradig adduktionsbedingt auftritt (z. B. steiler Pfannenwinkel). In allen Fällen einer Hüftluxation nach Endoprothesenversorgung sollte eine radiologische Diagnostik zur Klärung der Erfolgsaussicht einer operativen Revision erfolgen.

Auch eine Gipsversorgung stellt eine Möglichkeit einer Hüftzentrierung nach Luxation einer Hüftendoprothese dar, hat aber Nebenwirkungen und Komplikationen, weshalb in der Regel anderen Verfahren der Vorzug gegeben wird.

Autor

Johannes Mortier

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