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Halteapparat nach Scheuba

Synonyme

Scheuba-Gerät

Englischer Begriff

Stress radiography

Definition

Fußhalteapparat zur Anfertigung standardisierter Röntgenaufnahmen unter definierter Krafteinwirkung auf den Rückfuß zur Diagnostik von Bandverletzungen des oberen Sprunggelenks und Subtalargelenks.

Indikation

Bandverletzungen des oberen Sprunggelenks und Subtalargelenks.

Kontraindikation

Frakturen des Fußskeletts.

Durchführung

Vor der Durchführung der Stressaufnahmen muss das Vorliegen einer Fraktur durch Beurteilung konventioneller Röntgenaufnahmen ausgeschlossen werden. Wesentliche Voraussetzung für die Untersuchung ist eine weitgehende Schmerzfreiheit, so dass die apparative Stabilitätsuntersuchung ohne muskuläre Gegenspannung möglich ist. Der Fuß wird zur Überprüfung der lateralen Gelenkstabilität (Aufklappbarkeit) im oberen Sprunggelenk und Subtalargelenk in dem Fußhalteapparat so arretiert, dass eine definierte invertierende Kraft auf den Rückfuß wirkt. Zur Untersuchung der anterioren Stabilisatoren im oberen Sprunggelenk wirkt eine von posterior angreifende definierte Kraft auf den Rückfuß ein, so dass der Vorschub des Talus gegenüber der Sprunggelenksgabel (Talusvorschub) beurteilt werden kann. Aufgrund der großen individuellen Schwankungsbreite der Gelenkstabilität am oberen Sprunggelenk ist die Untersuchung nur im Vergleich mit der gesunden Gegenseite aussagekräftig. Die früher angegebenen Werte, wonach ein Talusvorschub über 10 mm und eine Taluskippung über 9° als pathologisch anzusehen sind, werden zunehmend kontrovers diskutiert.

Autor

Renée Fuhrmann

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