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Fibrom, ossifizierendes

Synonyme

Aggressive fibröse Dysplasie

Englischer Begriff

Ossifying fibroma

Definition

Abart der fibrösen Dysplasie mit im Vordergrund stehender Ossifikation. Meist im Kiefer, aber auch in der Tibia auftretend.

Pathogenese

Tumorähnliche Läsion im Sinn der fibrösen Dysplasie, die sich durch Ossifikationstendenzen mit Besetzung mit dichten Osteoblastensäumen charakterisiert.

Symptome

Auftreten meist herdförmig im Sinn einer fibrösen Dysplasie im Kiefer. Die Trabekel sind hier im Gegensatz zur fibrösen Dysplasie von dichten Osteoblastensäumen besetzt. Die Erkrankung kann aber auch typischerweise an der Tibia auftreten. Klinisch finden sich meist ziehende Schmerzen, teilweise auch Vorwölbungen und Schwellungen.

Diagnostik

Radiologisches Bild einer fibrösen Dysplasie mit ossifizierenden Septen.

Differenzialdiagnose

Alle tumorähnlichen Läsionen.

Therapie

Radikale En-bloc-Resektion ist erforderlich. Die Prognose ist abhängig von der genauen chirurgischen Entfernung. Das Periost ist in diesem Falle mitzuentfernen, andernfalls kommt es zu Rezidiven, die häufig in eine Tibiapseudarthrose übergehen.

Autor

Bernhard Greitemann

FA Orthopädie, Physikalische und rehabilitative Medizin, Chefarzt und Ärztlicher Direktor Klinik Münsterland am Reha-Klinkum Bad Rothenfelde der DRV
Vorsitzender Vereinigung Techn. Orthopädie der DGOU und DGOOC
Vorsitzender Beratungsausschuss der DGOOC für das Orthopädieschuhtechnikhandwerk

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