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Muskelmassagen

Englischer Begriff

Muscle massage

Definition

Manuelle Beeinflussung des Muskeltonus durch spezielle Griff- und Streichtechniken an der Muskulatur.

Indikation

Muskelmassagen werden erfolgreich bei Muskelhartspann und Myogelosen eingesetzt. Des Weiteren können sie zur Detonisierung der Muskulatur bei Patienten mit einer Spastik eingesetzt werden. Vor oder nach sportlicher Betätigung dienen sie zur Tonisierung oder Detonisierung der Muskulatur.

Kontraindikation

Lokale Entzündungen der Haut, des Subkutangewebes oder der Muskulatur (Thrombophlebitis, Lymphangitis, Myositis), Malignome, fieberhafte Erkrankungen, Kreislaufdekompensation, Morbus Sudeck, Muskelkontusion (Gefahr der Myositis ossificans). Arterielle Verschlusskrankheit oder schwere Arteriosklerose gelten als absolute bzw. relative Kontraindikationen für den Einsatz von Muskelmassagen.

Durchführung

Durch spezielle Techniken wird die Muskulatur durch Streichen, Kneten, Rollungen, Walkungen, Zirkelungen und Schüttelungen behandelt. Je nach Körperregion variiert die Dauer von 10–20 Minuten. Vorausgehende Wärmebehandlungen wirken dabei unterstützend.

Nachbehandlung

Insbesondere bei detonisierenden Massagen sollte eine Ruhephase der gleichen Dauer folgen. Bei starken Muskelverspannungen oder hartnäckigen Myogelosen sind wiederholte Anwendungen empfohlen. Bei Patienten mit Spastik gelten Muskelmassagen zur regelmäßigen Therapie.

Autor

Thilo Hotfiel

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