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Zuweisungskriterien, radiologische

Englischer Begriff

Referral criteria (brit.); Appropriateness criteria (amerik.)

Definition

Standardisierte Kriterien als radiologische Sonderform von Leitlinien mit Empfehlungscharakter für häufige bzw. wichtige Zuweisungsdiagnosen zu radiologischen Untersuchungen. Sie sind gemäß EU-Richtlinie 97/43EURATOM von allen EU-Mitgliedsstaaten evidenzbasiert festzulegen mit dem primären Ziel, die medizinische Strahlenexposition zu optimieren (Strahlenschutz) und eine rasch und einfach verfügbare Entscheidungsgrundlage für die Indikation (Justification bzw. Rechtfertigung) bereitzustellen. Basiert auf dem Strahlenschutzkonzept, dass zur Reduktion der Patientendosis zwischen „zuweisender Person“ und „durchführender Fachkraft“ grundsätzlich zu trennen ist und diese Funktion nicht von der gleichen Person erfüllt werden darf.

Beschreibung

Neben vornehmlich für die Allgemeinmedizin und für in Ausbildung Stehende als Zielgruppe definierten Zuweisungskriterien werden sie zunehmend für Spezialfächer gefordert und auch festgelegt, u. a. im Rahmen sportspezifischer Indikationen.

Weblink der zuständigen Abteilung der Europäischen Kommission: http://europa.eu.int/comm/energy/nuclear/radioprotection/publication/118_en.htm

Autor

Bernd Tombach, Jan Bischoff

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