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Klumpfuß, Einlagenversorgung

Synonyme

Dreilappeneinlage; Dreipunkteinlage

Englischer Begriff

Clubfoot insole

Definition

Einlage nach dem Dreipunktkorrekturprinzip zum Halten des Korrekturergebnisses beim behandelten Klumpfuß.

Indikation

Vorbehandelter Klumpfuß, Einlage hält das Ergebnis nur. Klumpfußeinlagen werden meist bei Erreichen des Gehalters eingesetzt.

Kontraindikation

Bei stark progredienter Fehlstellung und Entwicklung von Druckstellen.

Durchführung

Die Korrektureinlagen werden im Dreipunktprinzip in der Transversalebene einem Adduktionsrezidiv und als pronierende Einlage im Torsionsschuh in der Frontalebene einem Varusrezidiv vorbeugen. Die Dreilappeneinlage soll den Fuß in Korrekturstellung halten. Sie korrigiert durch Umleitung der auf den Fuß wirkenden Kräfte. Dabei muss auf folgende Punkte geachtet werden:

  • Korrektur der Fehlhaltung,
  • Bettung von Basishöcker und Mittelfußköpfchen V,
  • optimale Korrektur im Sinn einer Dreipunktkorrektur,
  • Bettungsausgleich der Deformität.

Die Einlage zeichnet sich dadurch aus, dass sie in der Regel aus dünnem und hartem Material, früher aus Metall getrieben wurde, heute meist aus Kunststoffen oder in Karbonfasergießharztechnik gefertigt wird. Die Ferse wird schalenförmig eng gefasst, die Knöchel bleiben frei. Der Großzehenlappen geht weit nach medial nach vorne, darf das Grundgelenk aber nicht behindern. Die Einlage ist medial zur Stützung am Systentaculum tali hochgezogen. Die Korrekturen erfolgen medial über den Kalkaneusrand sowie entlang der Großzehe, lateraler Gegenhalt etwa in Höhe der Basis des fünften Mittelfußknochens. Jede Einlagenbehandlung im Wachstumsalter, besonders aber bei rezidivgefährdeten Erkrankungen, muss etwa vierteljährlich ärztlich kontrolliert werden. Nur so können Auffälligkeiten wie rascher Wachstumsschub, fehlerhaftes Schuhwerk, defekte oder scheuernde Einlagen etc., die das Ergebnis gefährden, erkannt werden.

Autor

Bernhard Greitemann

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