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Osteokalzin

Synonyme

Osteokalcin; Osteocalcin; OC

Englischer Begriff

Osteocalcin; Bone gamma carboxylglutamic acid containing protein; BGP

Definition

Osteokalzin ist ein nicht-kollagenes aus 49 Aminosäuren bestehendes Knochenprotein, welches zur Differenzierung des Knochenumsatzes bei der Osteoporosediagnostik herangezogen werden kann.

Beschreibung

Osteokalzin ist ein Serummarker der Knochenneubildung und wird durch aktive Osteoblasten synthetisiert. Es eignet sich sowohl zur Diagnostik als auch zur Therapiekontrolle. Die Osteokalzinbildung wird durch 1,25-Dihydroxy-Vitamin-D3 reguliert und ist Vitamin-K-abhängig. Osteokalzin unterliegt einer zirkadianen Rhythmik und hat die höchste Serumkonzentration morgens. Die Abnahme von Osteokalzin sollte daher morgens in nüchternem Zustand geschehen. Normalwerte bei Erwachsenen sind 2–12 ng/ml. Erhöhte Werte haben Kinder im Wachstumsalter. Pathologisch erhöhte Werte zeigen sich bei primärem und sekundärem Hyperparathyreoidismus, High-turnover Osteoporose, Knochenmetastasen, Morbus Paget, Osteomalazie, Hyperthyreose und Niereninsuffizienz (renale Elimination von Osteokalzin). Erniedrigte Werte finden sich bei Hypoparathyreoidismus, Low-turnover Osteoporose, Kortikosteroidtherapie und rheumatoider Arthritis.

Autor

Thilo Hotfiel

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