Springer-Verlag
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0-9

Zehenheberparese

Englischer Begriff

Palsy of the toe extensors

Definition

Schwäche der Zehenhebung.

Vorkommen

  • Läsion des N. peroneus communis in der Kniekehle oder am Fibulaköpfchen;
  • Schädigung der L4/L5-Wurzel mit Lähmung der Fuß- und Zehenheber;
  • Plexusschädigung;
  • Tibialis-anterior-Syndrom;
  • Muskeldystrophie, distale Form (Typ Welander);
  • spinale Muskelatrophie, peronealer Typ;
  • im Rahmen degenerativer Erkrankungen, z. B. amyotrophische Lateralsklerose (ALS).

Diagnostik

Klinische Untersuchung; Elektromyographie: pathologische Spontanaktivität und neurogene Schädigungszeichen im M. extensor digitorum longus, M. extensor digitorum brevis und M. extensor hallucis longus; Elektroneurographie: Herabsetzung der Nervenleitgeschwindigkeit oder/und der Amplitude des N. peroneus zeigen eine Schädigung des Nervs an, F-Wellen-Verlust zeigt eine radikuläre Schädigung an.

Differenzialdiagnose

Siehe verschiedene Ursachen.

Therapie

Je nach Ursache; bei spinaler Muskelatrophie, Muskeldystrophie und ALS bisher keine kausale Therapie möglich.

Konservative/symptomatische Therapie

Physiotherapie, Elektrostimulation.

Operative Therapie

Bei mechanischen Läsionen wie z. B. Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, Raumforderungen im Becken- bzw. Plexusbereich, Kompression des N. peroneus, Tibialis-anterior-Syndrom.

Bewertung

Die Prognose ist je nach Ursache unterschiedlich; progrediente Verschlechterung bei ALS, Muskeldystrophie und spinaler Muskelatrophie; meist gut bei Bandscheibenvorfall, Nervenkompression und Tibialis-anterior-Syndrom.

Autor

Iris Reuter

Anzeige

Anzeige

© Springer 2017
Powered by kb-soft