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Fibula-pro-Tibia-Plastik

Englischer Begriff

Fibula pro tibia procedure

Definition

Nutzung der Fibula als Ersatz für Defekte der Tibia oder als Ersatz für eine resezierte bzw. fehlende Tibia.

Indikation

Defekte der Tibia nach Tumorresektionen, bei angeborenen Tibiadefekten, bei Tibiadefektpseudarthrosen.

Kontraindikation

Wenn ein Segmenttransport mittels Ringfixateur möglich erscheint.

Durchführung

1984 von Hahn erstmals als Fibula-pro-Tibia-Plastik beschrieben. Damals Einbolzung der Fibula in die proximale Tibia mit verschiedenen Modifikationen. Es gibt unterschiedliche Verfahren, teilweise wird die Fibula auch lediglich an der angefrischten proximalen und distalen Tibia angelegt und durch Knochenchips eine Verbindung der Unterschenkelknochen hergestellt.

Nachbehandlung

Bis zur hergestellten Synostosierung konsequente Ruhigstellung mit Sicherung des Operationsergebnisses entweder im Gips bzw. mit Apparateversorgung erforderlich, um den ungestörten Umbau der Fibula zum tragenden Unterschenkelknochen auch zu garantieren.

Autor

Bernhard Greitemann

FA Orthopädie, Physikalische und rehabilitative Medizin, Chefarzt und Ärztlicher Direktor Klinik Münsterland am Reha-Klinkum Bad Rothenfelde der DRV
Vorsitzender Vereinigung Techn. Orthopädie der DGOU und DGOOC
Vorsitzender Beratungsausschuss der DGOOC für das Orthopädieschuhtechnikhandwerk

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