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Sekundärpfanne

Definition

Sekundäres Auftreten einer Hüftgelenkpfanne durch Auswandern des Hüftkopfs, z. B. im Rahmen einer Hüftgelenkdysplasie, oder bei Lockerung einer implantierten Hüftgelenkpfanne im Rahmen einer Arthroplastik.

Vorkommen

Durch sekundäres Auswandern des Hüftkopfs bei Hüftgelenkdysplasie, im Rahmen einer Hüftkopfluxation oder bei mechanischer oder septischer Lockerung einer vorhandenen Hüftgelenkendoprothese kommt es zu einem Höhertreten des Hüftkopfs, bei einer liegenden Hüftgelenktotalendoprothese zu einem Höhertreten der implantierten Hüftendoprothesenpfanne. Der Hüftkopfstütz sich am Darmbein ab, spätestens in Höhe des Darmbeinkamms. In der Höhe des ausgewanderten Hüftkopfs bildet sich eine knöcherne Ausformung (Delle) im Os ilium, die als Sekundärpfanne bezeichnet wird.

Diagnostik

Röntgen nativ.

Therapie

Bei zeitiger Diagnose einer Hüftluxation im Kindesalter Reposition und Retention. Im Erwachsenenalter kann eine Reposition mit knöchernen Korrekturosteotomien erfolgen. In aller Regel Zufallsbefund bei Arthroseschmerzen. Dann erfolgt die Implantation einer Hüftendoprothese.

Bei Pfannenlockerung: Pfannenwechseloperation.

Autor

Kirstin Richter

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