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Muskelödem

Englischer Begriff

Myo-oedema; Myo-edema; Muscular oedema; Muscular edema

Definition

Umschriebene oder generalisierte Vermehrung des Flüssigkeitsgehalts des Muskels.

Vorkommen

Ödematöse Veränderungen der Muskulatur treten auf bei degenerativen Myopathien, akuter Myositis, unter starker muskulärer Belastung, nach Anpralltrauma bzw. Zerrung, in einem Zeitraum von vier Wochen nach Muskelbiopsie, Operationen oder EMG-Untersuchung, nach Weichteilbestrahlung, bei Denervation der betroffenen Muskeln, im Rahmen von metabolischen Myopathien, bei Veränderungen des kolloidosmotischen Drucks des Blutplasmas oder bei Erhöhung des hydrostatischen Drucks und bei Bestehen eines Lymphödems.

Diagnostik

Neben der klinischen Untersuchung kommt zum Nachweis eines Muskelödems die Sonographie (besonders im Seitenvergleich) zum Einsatz. Dabei ist sowohl eine Steigerung als auch eine Reduzierung der Echogenität möglich. Diese kann gegebenenfalls durch eine Kernspinuntersuchung ergänzt werden.

Differenzialdiagnose

Muskelnekrose, Phlegmone, Lipomatose.

Therapie

Die Therapie erfolgt entsprechend des zugrunde liegenden Krankheitsbilds.

Autor

Matthias Bühler, Hergo Schmidt

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