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Operation nach Snyder

Englischer Begriff

Snyder’s operation

Definition

Arthroskopische Operationsmethode zur Fixation einer superioren Labrumläsion der Schulter.

Indikation

Ablösung des superioren Labrumkomplexes der Schulter, die sich von posterior nach anterior bis zum mittleren glenohumeralen Ligament ausdehnt (siehe auch SLAP-Läsion).

Durchführung

Nach arthroskopischer Sicherung der Labrumläsion wird der Glenoidrand mit rotierenden Fräsen angefrischt. Die Fadenanker werden meist anterior und posterior des Bizepssehnenankers in einem Winkel von 45° zur Pfannenebene eingebracht. Die Fäden werden mit geeigneten gebogenen Instrumenten durch den Labrumkomplex gezogen und verknotet.

Nachbehandlung

Über drei bis vier Wochen sollte kontinuierlich ein Gilchristverband oder eine Desaultweste getragen werden, die bis zur sechsten Woche noch nachts angelegt werden. Pendelübungen bis 45°-Anteflexion und -Abduktion sind ab dem zweiten postoperativen Tag in Innenrotation des Arms möglich. Eine physiotherapeutisch gestützte assistive Übungsbehandlung kann ab der zweiten Woche beginnen. Außenrotationsbewegungen sowie eine aktive Anspannung des M. biceps sind bis zur sechsten Woche zu vermeiden. Bis zur zwölften Woche sollte die Außenrotation die Neutralstellung nicht überschreiten. Anschließend ist eine intensive physiotherapeutische Rehabilitation zur muskulären Schulterzentrierung erforderlich.

Autor

Renée Fuhrmann

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