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Rheumafaktoren

Synonyme

RF

Definition

Rheumafaktoren sind Immunglobuline der Klasse IgM, die gegen die so genannte Fc-Region der IgG-Immunglobuline gerichtet sind.

Beschreibung

Rheumafaktoren werden auch als Autoantikörper bezeichnet, da sie gegen körpereigenes Gewebe gerichtet sind. Bei der seropositiven rheumatoiden Arthritis werden Rheumafaktoren in der Synovialmembran erkrankter Gelenke synthetisiert. Sie können sowohl in der Synovialflüssigkeit als auch im Serum nachgewiesen werden. Der Rheumafaktor des Serums ist in der Regel gegen IgG 1 und IgG 2, die Rheumafaktoren der Synovialflüssigkeit bevorzugt gegen IgG 3 gerichtet. Stimuli für die Produktion von Rheumafaktoren durch B-Lymphozyten sind zum einen Immunkomplexe, zum anderen spezifische B-Zell-Precursorzellen. Rheumafaktoren treten bei 75–80 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis während des Verlaufs der Erkrankung auf. Sie finden sich auch im Serum von Patienten mit infektiösen und anderen Autoimmunerkrankungen, Hyperglobulinämie, B-Zell-lymphoproliferativen Erkrankungen und im höheren Alter. Die pathogene Rolle der Rheumafaktoren ist weiterhin unklar. Ihr Nachweis hat nur mit dem gleichzeitigen Vorhandensein von klinischen Symptomen Bedeutung. Nachweismethoden von Rheumafaktoren sind u. a. der Latexfixationstest oder der Waaler-Rose-Test.

Autor

Rolf Haaker

Email: r.haaker@khwe.de
http://www.khwe.de
https://www.klinik-bewertungen.de.../erfahrung-mit-st-vincenz-hospital-brakel
Prof. Dr. R. Haaker
CA der Klinik für Orthopädie,
Rheumatologie, Traumatologie
Schwerpunkte: Primär- und Wechselendoprothetik,aller großen Gelenke; Fuß-, Kinder-, Rheumaorthopädie
Sportverletzungen, Wirbelsäulenerkrankungen

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