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Radiojod

Definition

Therapieform der Nuklearmedizin. Radiojod (131J) wird bei unterschiedlichen Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt und wirkt über β-Strahlung.

Beschreibung

Die Radiojodtherapie wird vor allem bei funktioneller Autonomie der Schildrüse, bei Morbus Basedow, bei Struma mit Lokalbeschwerden und inoperablen Patienten eingesetzt. In einigen Fällen wird es auch zur Nachbehandlung beim differenzierten Schilddrüsenkarzinom angewendet. Aufgrund der radioaktiven Strahlung gilt die Schwangerschaft als absolute Kontraindikation. In Deutschland darf die Radiojodtherapie ausschließlich unter stationären Bedingungen unter entsprechender nuklearmedizinischer Isolation stattfinden, da die Patienten Strahlung an die Umwelt abgeben. Das Radiojod (131J) wird nüchtern oral gegeben. Der stationäre Aufenthalt kann zwischen drei Tagen und vier Wochen dauern, je nach Dosis, Indikation und Schilddrüsenvolumen.

Autor

Peter Teschendorf

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