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Stumpfödem

Synonyme

Stumpfschwellung

Englischer Begriff

Stump oedema

Definition

Ödematöse Schwellung der Weichteilgewebe nach Amputationen infolge von Lymphabfluss-Störungen bzw. postoperative Anschwellung des Stumpfs.

Vorkommen

In der Regel in der Frühphase nach allen Amputationen, nach stattgehabten Stumpfkorrekturen, aber auch bei Stauungserscheinungen durch venöse Insuffizienzen, Lymphabfluss-Störungen sowie proximale Strangulationen, beispielsweise durch Hinterschneidungen in der Prothese, und bei Niereninsuffizienz mit Dialysepflichtigkeit.

Diagnostik

Klinische Untersuchung, Kontrolle der Prothesenversorgung.

Therapie

Kontrolle der Prothesenversorgung. In der Frühphase nach Operationen vorsichtiges Wickeln, Lymphdrainagen, gegebenenfalls Liner- oder Stumpfstrümpfe. Im weiteren postoperativen Verlauf pneumatische Gehhilfen. In der Langzeitbehandlung ist üblicherweise das Ödem allein durch das Tragen der Prothese und insbesondere des Weichwandschafts in den Griff zu bekommen. Gegebenenfalls muss bei persistierender Schwellneigung ein Stumpfkompressionsstrumpf getragen werden. In schweren, nicht beherrschbaren Fällen ist gegebenenfalls die Anfertigung von unterschiedlichen Schaftgrößen (morgens/nachmittags) bei geänderten Volumina notwendig, um eine Mobilisationsfähigkeit des Patienten zu erhalten.

Autor

Bernhard Greitemann

FA Orthopädie, Physikalische und rehabilitative Medizin, Chefarzt und Ärztlicher Direktor Klinik Münsterland am Reha-Klinkum Bad Rothenfelde der DRV
Vorsitzender Vereinigung Techn. Orthopädie der DGOU und DGOOC
Vorsitzender Beratungsausschuss der DGOOC für das Orthopädieschuhtechnikhandwerk

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