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Halbschuh, orthopädischer

Englischer Begriff

Orthopedic shoe

Definition

Individuell nach Abdruck oder Scan-Verfahren hergestellter Schuh, nicht knöchelübergreifend. Die im Einzelfall erforderlichen Maßnahmen wie Bettung, Entlastung, Stützung, Korrektur, Defektausgleich, Feststellung und dann Abwicklungshilfen sichern dabei die Gebrauchsanforderungen.

Indikation

Orthopädische Maßschuhe sind grundsätzlich nur dann indiziert, wenn ein pathologisch deformierter Fuß mit einfachen Maßnahmen wie Einlagen, orthopädischen Schuhzurichtungen, orthopädischen Serienschuhen oder semiorthopädischen Schuhen nicht zufriedenstellend versorgt werden kann. Wesentliche in Frage kommende Indikationen für orthopädische Halbschuhversorgungen sind stärkergradige Fußfehlformen, die durch anderweitige Versorgungen nicht zu versorgen sind, schmerzhafte Funktionsstörungen und Versteifung der Fußwurzelgelenke auch als Verletzungsfolgen, insbesondere dann, wenn eine gleichzeitige Vorfußverformung und eine wesentliche Störung der Fußabwicklung vorhanden sind, weiterhin angeborene und erworbene Fehlbildungen mit schweren Fußverformungen, stärkergradige Ballenhohlfüße, bei Fußabsetzungen oder Exartikulationen mit noch tragfähigem und mit einem Halbschuh versorgbaren Stumpf, gröbere Zehenverformungen am Mittelfuß, starke Fußverbreiterungen sowie Anfertigungen über Fußteilprothesen oder über orthopädische Beinorthesen, wenn Konfektionsschuhe, orthopädische Schuhzurichtungen etc. nicht ausreichen.

Autor

Bernhard Greitemann

FA Orthopädie, Physikalische und rehabilitative Medizin, Chefarzt und Ärztlicher Direktor Klinik Münsterland am Reha-Klinkum Bad Rothenfelde der DRV
Vorsitzender Vereinigung Techn. Orthopädie der DGOU und DGOOC
Vorsitzender Beratungsausschuss der DGOOC für das Orthopädieschuhtechnikhandwerk

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