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Totenlade

Synonyme

Involucrum; Osteomyelitis; subperiostaler Abszess

Definition

Knochenneubildung, die sich reaktiv bei chronischer Osteomyelitis oder Osteitis um einen durch demarkierenden Knochenabbau aus dem Knochen gelösten Knochensequester bildet.

Beschreibung

Sowohl bei chronischer Osteomyelitis als auch bei Knochenentzündungen, die nach einem Trauma oder einer Operation entstanden sind, kommt es zur Ausbildung von sequestrierten Knochenarealen. Die Kambiumschicht des Periosts bildet weiterhin neuen Knochen, das sogenannte Involucrum. Dieses legt sich schalenartig um die avitalen Knochenfragmente nebst Eiter und bildet die Totenlade.

Nativradiologisch stellt sich diese als Knochenneubildung, die den Sequester umgibt, dar. Dabei ist ein Nebeneinander von Destruktion (Osteolysen, Sequester, Involcrum, Totenlade) und Reparation (Sklerose) typisch. Bei unklarem Befund kann die genaue Ausdehnung des Defektes kernspintomographisch mit i.v.-Kontrastmittel dargestellt werden.

Autor

Matthias Bühler, Hergo Schmidt

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