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Verruca plana

Synonyme

Verrucae planae juveniles

Englischer Begriff

Flat warts

Definition

Viral hervorgerufene Warzen, die meist bei Kindern und Jugendlichen auftreten.

Pathogenese

Die Verrucae planae werden durch menschliche Papillomviren hervorgerufen, die in Regionen oberflächlicher Verletzungen zur Ausbildung der Warzen führen können.

Symptome

Betroffen sind meist Kinder und Jugendliche. Die Warzen haben eine glatte Oberfläche, sind etwas erhaben und umfassen nur wenige Millimeter im Durchmesser. Sie kommen vermehrt auf der Streckseite von Händen und Füßen, der Stirn, den Wangen und perioral vor.

Diagnostik

Untersucht wird der gesamte Körper zur Feststellung der Lokalisation der Warzen. Hilfreich kann das Bestreichen mit dreiprozentiger Essigsäure sein, um alle Warzen erkennen zu können. Mit immunhistochemischen Methoden lassen sich akute virale Infektionen feststellen.

Differenzialdiagnose

Seborrhoische Dermatose, aktinische Keratose, Lichen planus, Lentigo, Sarkoidose, Naevi, Akne.

Therapie

Die Behandlung umfasst lokale dermatologische Maßnahmen.

Konservative/symptomatische Therapie

Nach der Behandlung mit keratolytischen Medikamenten kann eine mechanische Behandlung zur Ablösung der oberen Hautschichten erfolgen. Zuvor kann bei Befall der Hände oder Füße ein warmes Bad durchgeführt werden. Elektrokoagulation, Lasertherapie, Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff sind möglich.

Medikamentöse Therapie

Keratolytische Medikamente (z. B. Salizylsäure), lokale Gabe von Zytostatika (z. B. 5-Fluorouracil).

Operative Therapie

Nur in Ausnahmefällen indiziert.

Dauertherapie

Nach Abschluss eines Behandlungszyklus ist bei 60–70 % der Warzen mit einer Rückbildung zu rechnen, so dass weitere Behandlungen erforderlich sind.

Bewertung

Nach adäquater Behandlung oder auch spontan heilen die Verrucae planae ab. Möglich ist allerdings auch eine spätere maligne Entartung.

Nachsorge

Nach Abschluss der Behandlung ist keine weitere Nachsorge erforderlich. Morphologische Veränderungen sollten dermatologisch unter dem Gesichtspunkt der malignen Entartung bewertet werden.

Autor

Renée Fuhrmann

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