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Hämatom

Synonyme

Bluterguss

Englischer Begriff

Hematoma

Definition

Bluterguss im Gewebe außerhalb von Blutgefäßen.

Vorkommen

Häufige Folge von offenen und geschlossenen Verletzungen und von Operationen, tritt auch in seltenen Fällen spontan bei Blutungsneigung oder Gefäßrupturen auf.

Diagnostik

Klinische Untersuchung, Sonographie, Magnetresonanztomographie, gegebenenfalls Punktion.

Differenzialdiagnose

Gewebsvermehrung als Folge von Tumor oder Entzündung.

Therapie

Schonung, Kryotherapie, gegebenenfalls Punktion und Kompression der Hämatomhöhle. In jedem Fall Diagnose und Therapie der auslösenden Schädigung, sofern es sich nicht um ein adäquates Trauma handelt (z. B. Blutgerinnung).

Akuttherapie

Ruhigstellung und Kühlung.

Konservative/symptomatische Therapie

Ruhigstellung, Schonung, Kryotherapie.

Operative Therapie

Je nach Größe und Lokalisation und eventueller Folgen (Kompartmentsyndrom) operative Ausräumung des Hämatoms, z. B. auch in Muskellogen zur Ossifikationsprophylaxe und Druckentlastung.

Bewertung

Ein Hämatom stellt immer einen potentiellen Infektionsort dar, so dass die Behandlung dieser Hämatome insbesondere auch postoperativ konsequent erfolgen muss. Die Hämatomausräumung stellt sicher eine seltene Operation dar, ist jedoch in den genannten Fällen sinnvoll und wichtig.

Nachsorge

Schonung und Ruhigstellung mit Kryotherapie unter sonographischer Verlaufskontrolle des Hämatoms.

Autor

Michael Krüger-Franke

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