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Pseudo-Lasègue

Englischer Begriff

Pseudolasègue

Definition

Klinischer Test zur Schmerzprovokation bei Erkrankungen des lumbosakralen Übergangs oder Verkürzungen der ischiokruralen Muskulatur.

Beschreibung

In Rückenlage hebt der Untersucher das im Kniegelenk gestreckte Bein des Patienten langsam an. Eine allmähliche Schmerzzunahme, die im Bereich des lumbosakralen Übergangs, der Gesäßregion oder der hinteren Oberschenkelseite beschrieben wird, kann einem Pseudo-Lasègue-Zeichen zugeschrieben werden. Meist wird der Schmerz erst bei einer Beugung von mehr als 60° im Hüftgelenk beschrieben. Im Gegensatz dazu wird der Beinschmerz beim Lasègue-Zeichen als plötzlich einstrahlend beschrieben und tritt oft schon bei einer Hüftbeugung unter 60° auf. Das Pseudo-Lasègue-Zeichen kann als Schmerz im Lendenwirbelsäulen- und Glutealbereich bei Verkürzungen der ischiokruralen Muskulatur, Irritationen und Blockierungen der Iliosakralgelenke, Facettensyndrom und Spondylolisthesis auftreten.

Autor

Renée Fuhrmann

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