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Arthrorise

Englischer Begriff

Arthroereisis; Arthrorisis

Definition

Operationsverfahren der Gelenkchirurgie mit dem Ziel der Herabsetzung der Gelenkbeweglichkeit in einer Richtung durch Bildung einer Anschlagsperre, in der Regel durch einen Knochenspan.

Indikation

Besonders Lähmungs-, Spitz- oder Hackenfuß, auch in anderen Gelenken, z. B. im Bereich des Kniegelenks bei Genu recurvatum.

Therapie der Wahl ist die laterale Arthrorise des unteren Sprunggelenks bei Hackenknickfüßen, die im sechsten bis siebten Lebensjahr nicht korrigierbar sind.

Durchführung

Zur Durchführung von Arthrorisen gibt es zahlreiche verschiedene Operationsverfahren, abhängig vom Gelenk und der zu behandelnden Pathologie.

Als typisches Beispiel für eine Arthrorise kann die von Lelièvre 1965 durchgeführte Operation zur Behandlung des Hackenknickfußes erwähnt werden. Hierbei wird ein zylindrisches autologes Knochenfragment in den Sinus tarsi eingeschlagen, das aus dem Resektat nach einer Keller-Brandes-Operation gewonnen wird. Dabei erfolgt keine Oberflächenanfrischung, um eine Arthrose zu vermeiden. Mit dieser Arthrorise wird bezweckt, das Sprungbein in seiner Stellung zu halten, ohne das untere Sprunggelenk zu blockieren.

Autor

Géza Pap

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