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Sklerosesaum

Englischer Begriff

Sclerotic rim

Definition

Sklerosesaum bezeichnet eine radiologisch darstellbare saumförmige Sklerose, die einen knöchernen Bereich umfasst, in dem eine Veränderung der Kochenstruktur vorliegt.

Vorkommen

Bei verschiedenen Erkrankungen wie Knochenzysten, Tumoren, Osteomyelitiden und anderen entzündlichen oder tumorartigen intraossären Veränderungen.

Diagnostik

Röntgenaufnahmen, Computer- und gegebenenfalls auch Magnetresonanztomographie.

Differenzialdiagnose

Tumoren; Entzündungen; Zysten

Therapie

Je nach Genese des Sklerosesaums ist er ein diagnostisch gutes oder schlechtes Zeichen. Der Saum selbst erfordert keine Therapie, die Grunderkrankung muss entsprechend behandelt werden.

Operative Therapie

Je nach Dignität der Zyste oder des Tumors und inwieweit eine Frakturgefahr vorliegt, muss eine Resektion und gegebenenfalls eine Spongiosaplastik erfolgen. Zysten können inzwischen auch durch minimalinvasive Verfahren wie Drainage oder Instillation von Medikamenten zur Ausheilung gebracht werden. Osteomyelitiden erfordern meist eine chirurgische Sanierung in zwei Schritten.

Bewertung

Die Ursache des Sklerosesaums ist zu diagnostizieren und entsprechend zu behandeln. Der Sklerosesaum selbst verschwindet bei adäquater Therapie der Ursache von selbst. Auch wenn er nach Ausheilung bestehen bleibt, ist dies ohne Belang.

Nachsorge

Richtet sich nach der Art und Ausdehnung des operativen Eingriffs.

Autor

Michael Krüger-Franke

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