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Meniskektomie

Synonyme

Meniskusresektion

Englischer Begriff

Meniscectomy

Definition

Die komplette operative Entfernung eines erkrankten Meniskus.

Indikation

Es gibt primär keine Indikation, einen Meniskus komplett zu entfernen. In wenigen Fällen finden sich derart ausgedehnte Zerstörungen eines Meniskus, dass eine komplette Resektion, also eine Meniskektomie, vorgenommen werden muss. Häufiger findet sich eine funktionelle Meniskektomie, wenn durch die Lokalisation eines Risses auch die kapsulären Anteile des Meniskus im Rupturbereich reseziert werden müssen, so dass dann eine Unterbrechung des peripheren Faserrings des Meniskus resultiert und biomechanisch damit der Meniskus nicht mehr funktionstüchtig ist.

Kontraindikation

Jede Meniskusläsion, bei der eine partielle Resektion möglich ist.

Durchführung

Die Meniskektomie ist ein arthroskopischer Eingriff am Kniegelenk, wo je nach Erkrankung im medialen oder lateralen Meniskus über einen anterolateralen Optik- oder Instrumentenzugang oder einen anteromedialen Instrumenten- oder Optikzugang der zerstörte Meniskus total entfernt wird. In Kenntnis der fatalen Auswirkungen einer Meniskektomie auf die Biomechanik und Kongruenz des Gelenks und auf die obligate Arthroseentstehung kann eine Meniskektomie bei entsprechender Indikation auch mit einem Meniskusersatz kombiniert werden, sei es durch ein Leichentransplantat oder ein anderes Meniskusersatzgewebe.

Nachbehandlung

Funktionelle Nachbehandlung mit schmerz- und schwellungsadaptierter Belastung, Physiotherapie und Gabe von nicht-steroidalen Antirheumatika zur Schwellungsreduktion und Schmerztherapie und von niedermolekularem Heparin bis zur Vollbelastung.

Autor

Michael Krüger-Franke

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