Carpe bossu; Exostose; Os styloideum
Carpe bossu
Knöcherne Auftreibung der Basis des dorsalen Os metacarpale III und des Os capitatum.
Die an der Basis des Os metacarpale III bzw. des Os capitatum vorkommende knöcherne Auftreibung wird als Exostose oder als knöcherne Skelettvariante gewertet, wobei die knöcherne Auftreibung einem isolierten Knochenkern (Os styloideum) zuzuordnen ist.
Klinisch imponiert eine harte, unverschiebliche Auftreibung an der Basis des zweiten oder dritten Mittelhandknochens. Meist ist die Region nicht druckempfindlich und verursacht keine Beschwerden. Nur selten kann es zu einer Irritation der darüberverlaufenden Strecksehne kommen. Die Beweglichkeit der Hand ist nicht eingeschränkt.
Röntgenologisch lässt sich die knöcherne Auftreibung in einer seitlichen oder schrägen Projektion darstellen.
Tumor, Kallusbildung nach Fraktur, verkalktes Hämatom.
Meist ergibt sich aus der Diagnose eines Handrückenhöckers keine therapeutische Konsequenz, in Einzelfällen kann jedoch die operative Abtragung erfolgen.
Die operative Therapie besteht in einer Abtragung des Handrückenhöckers. Hierzu wird dorsalseitig ein querer Hautschnitt in Orientierung an den Hautspaltlinien angelegt. Die Exostose wird nach Inzision der Faszie zirkumferent dargestellt und mit dem Meißel abgetragen. Die Knochenränder müssen geglättet werden, um keine Irritation der darüberverlaufenden Strecksehnen zu induzieren.
Der Handrückenhöcker verursacht in der Regel keine Beschwerden, so dass auch keine Therapiekonsequenz aus der Diagnose resultiert. Die operative Therapie bleibt begründeten Einzelfällen vorbehalten.
Bis zur Wundheilung ist die Immobilisation mit einer Gipsschiene indiziert. Eine spezifische Nachbehandlung ist nicht erforderlich.
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