Springer-Verlag
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0-9

Nervus peroneus

Englischer Begriff

Peroneal nerve

Definition

Gemischter Endast des N. ischiadicus, versorgt die Strecker des Fußes und die Peronealmuskeln.

Beschreibung

Die Fasern des N. peroneus communis stammen aus den Segmenten L4–S2 und sind meist schon im Foramen infrapiriforme gebündelt. Der N. peroneus communis verläuft entlang dem Fibulaköpfchen und teilt sich in einem von Fibula und M. peroneus longus gebildeten Kanal in N. peroneus profundus und N. peroneus superficialis. Tabelle 1 gibt die Abfolge der Nervenäste und die Versorgungsgebiete an.


Tabelle 1.
Abfolge der Nervenäste und die Versorgungsgebiete.

Lokalisation

Nervenast

Innervationsgebiet

Funktion

Aus N. peroneus communis

R. articularis genus

Kniegelenk

sensibel

N. cutaneus surae lateralis

Unterschenkelaußenseite

sensibel

N. peroneus superficialis

M. peroneus longus

Plantarflexion und Pronation, Verspannung des Quergewölbes

M. peroneus brevis

Plantarflexion und Pronation

Nn. cutanei dorsales intermedius und medialis

Endäste zur Haut des Fußrückens

sensibel

N. peroneus profundus

Aus N. peroneus profundus

Rr. musculares

proximaler Anteil des M. tibialis anterior

Dorsalextension des Fußes und Supination

N. epiphysarius tibiae anterior

Tibiaperiost

Rr. musculares

M. extensor digitorum longus

Dorsalextension der Endphalangen der Zehen und des Fußes

M. extensor hallucis longus

Dorsalextension der Großzehe

R. talocruralis

Rr. musculares

M. extensor digitorum brevis und M. extensor hallucis brevis

Dorsalextension der Grundphalangen der Zehen

Nn. digitales dorsales pedis und hallucis lateralis, Nn. digiti secundi mediales

Endäste zur Haut über dem 1. Os interosseum

sensibel


Eine Läsion des Hauptstamms des N. ischiadicus (Nervus ischiadicus, Parese) kann auch zur Lähmung des N. peroneus (Nervus peroneus, Lähmung) führen bzw. eine weiter distal liegende Läsion des N. peroneus vortäuschen. Distale Läsionen des N. peroneus treten häufig am Fibulaköpfchen z. B. durch mechanische Schädigung auf.

Autor

Iris Reuter

Anzeige

Anzeige

© Springer 2017
Powered by kb-soft